Eine E-Zigarette richtig rauchen, oder besser gesagt dampfen, muss erst einmal gelernt werden. Denn das Inhalieren des erhitzten Liquids ist für Laien gar nicht so einfach und unterscheidet sich in bestimmten Punkten vom normalen Rauchen einer Tabakzigarette.

Beim Dampfen spielt in erster Linie eine richtige Zugtechnik eine entscheidende Rolle. Gerade ehemaligen Rauchern fällt diese am Anfang noch recht schwer. Der folgende Ratgeber erläutert, wie Sie eine E-Zigarette richtig rauchen und was es dabei für unterschiedliche Techniken gibt.

Unterschied: Tabakzigarette & E-Zigarette

Wenn Sie an einer normalen Tabakzigarette ziehen, wird dabei Tabak verbrannt. Bei der elektronischen Variante gestaltet sich dieser Vorgang ganz anders. Denn wenn Sie an dieser ziehen, wird eine spezielle Flüssigkeit erhitzt, die Sie dann in Form von Dampf inhalieren. Der große Unterschied zwischen den beiden Varianten ist, dass nach dem Rauchen durch einen Verbrennungsvorgang schädliche Substanzen im Körper verbleiben und beim Dampfen nicht.

Die falsche Zugtechnik

Wer an einer E-Zigarette falsch zieht, erlebt nicht nur eine sehr schwache Dampf- und Geschmacksentwicklung. Denn darüber hinaus können folgende Probleme auftreten:

  • Kokeln: Der Dampf schmeckt verbrannt
  • Siffen: Liquid gelangt aus dem Verdampfer
  • Blubbern oder Spritzen: Liquid spritzt aus der E-Zigarette und in den Mund

Alle drei beschriebenen Vorkommnisse sind sehr ärgerlich und sollten unbedingt vermieden werden. Insbesondere das Kokeln kann gesundheitlich bedenklich sein. Denn dabei werden schädliche Verbindungen freigesetzt, wie zum Beispiel Formaldehyd, die in großen Mengen dem Organismus schaden können. Zudem wird durch eine falsche Zugtechnik auch die Lebenszeit des Verdampferkopfes negativ beeinflusst. So kann es unter Umständen vorkommen, dass Sie ihn bereits nach einer Woche gegen einen Neuen austauschen müssen.

Die richtige Zugtechnik

Der Inhalationszyklus beim Dampfen unterscheidet sich von der Zugtechnik beim Rauchen.

Raucher kennen es, nur kurz an der Zigarette zu ziehen. So dauert der Inhalationszyklus in der Regel maximal zwei Sekunden. Das ist bei einer normalen Tabakzigarette auch richtig. Anders sieht das aber bei der elektronischen Variante aus. Denn wenn Sie eine E-Zigarette richtig rauchen wollen, sollten Sie länger und gleichzeitig auch sanfter an dieser ziehen. So kann der Inhalationszyklus bei einer solchen mehrere Sekunden dauern. Idealerweise drücken Sie schon kurz vor dem Ziehen die Starttaste. Nach ein bis zwei Sekunden können Sie dann am Mundstück ziehen.

Hierbei sollten Sie dem Verdampfer immer wieder genug Zeit geben, neues Liquid aufzusaugen, indem Sie nicht dauernd an der E-Zigarette ziehen. Legen Sie stattdessen auch immer Mal wieder eine Pause ein. Dadurch erreichen Sie das ideale Dampfergebnis, bei dem es zu einer bestmöglichen Dampf- und auch Geschmacksentwicklung kommt.

E-Zigarette richtig rauchen: Was ist der Zugwiderstand bei einer E-Zigarette?

Der Zugwiderstand beschreibt den Krafteinsatz Ihrer Lunge, den Sie beim Ziehen an der E-Zigarette aufbringen müssen. Letztere verfügt über einen Luftdurchlass. Dessen Größe gibt Auskunft darüber, wie stark Sie an der E-Zigarette ziehen müssen. Je kleiner diese Öffnung ist, desto mehr Kraft ist hierbei notwendig.

Bei den meisten E-Zigaretten kann der Zugwiderstand aber mit einer sogenannten Airflow Control ganz nach den eigenen Wünschen eingestellt werden.

Denn wenn Sie diese betätigen, vergrößert beziehungsweise verkleinert sich das Luftloch.

Backendampfen oder Lungendampfen

Sie können den Dampf einer E-Zigarette auf zwei verschiedene Weisen inhalieren. Entweder Sie Sie führen einen direkten Lungenzug (Lungendampfen) durch oder Sie sammeln den Dampf erst im Mund und leiten ihn erst dann weiter, was dann als Backendampfen bezeichnet wird. Letzteres hat den Vorteil, dass der Geschmack deutlich besser zur Geltung kommt, als beim Lungendampfen. Das lässt sich dadurch erklären, dass sich im Mund zahlreiche Geschmacksnerven befinden. Darüber hinaus breitet sich dann auch der Dampf in der Nasenhöhle aus.

Wenn Sie das Backendampfen durchführen wollen, sollten Sie Verdampferköpfe verwenden, die einen Widerstand von 1.0 Ohm oder mehr haben. Bevorzugen Sie hingegen, den Dampf direkt in die Lunge zu ziehen, fällt der sogenannte Flash deutlich intensiver aus. Damit ist der Nikotinkick in der Lunge gemeint, der bei dieser Art des Einatmens deutlich stärker ausfällt. Anders als beim Backendampfen sollten Sie beim Lungendampfen Verdampferköpfe verwenden, die einen Widerstand von weniger als 1,0 haben.

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